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Mythos

Mythos

Lebensraum

Lebensraum

Kulturgut

Kulturgut

Trinkwasser

Trinkwasser

 

Ziele des Binninger Quellenprojekts
«Quellwasser – globales Lebenselixier im lokalen Lebensraum»

In den letzten 10 - 20 Jahren häufen sich die Alarmrufe aufgrund von Beeinträchtigungen des Wassers. Auch in der Region Basel ist Trinkwasser örtlich knapp, Flüsse trocknen aus oder das Wasser ist durch Fremdstoffe wie Hormone, Medikamente, Riechstoffe, Schwermetalle und Sickerwasser aus Deponien kontaminiert.
Unbemerkt wurden vielerorts natürliche Quellen entwertet oder durch grossflächige Drainagen ganz zum Verschwinden gebracht. Mit ihnen verschwanden bedrohte Tiere und Pflanzen.
Dies veranlasste den Verein Ökogemeinde Binningen 2006 ein Projekt zu initiieren, das in einem interdisziplinären Ansatz die folgenden Themen mit Bezug auf Binningen untersucht:

 

Mythos Quellen

Quellen wurden als der Sitz von Gottheiten und mythischen Wesen betrachtet und ihrem Wasser werden teilweise übernatürliche Kräfte zugesprochen. Oft sind die Marienverehrung und das Vorkommen von Quellen eng miteinander verknüpft. Sagen, die sich um Quellen und ihre mythischen Wesen entwickelt haben, waren die Vorgänger des Marienkults und charakterisierten Quellen als unberührte Orte der Reinheit.

 

Bedrohte Lebensräume

Zu den Kulturelementen gehören auch die ungefassten, naturnahen Quellen. Quellen gehören zu den wenigen noch existierenden natürlichen Biotopen und sind Lebensräume für seltene, spezialisierte und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Im Gegensatz zu anderen Lebensräumen wie etwa Blumenwiesen ertragen naturnahe Quellen nur geringe menschliche Einwirkungen.

 

Kulturelle Aspekte einer Ressource

Die Binninger Quellanlagen sind Hunderte, einzelne an die tausend Jahre alt. Die über 30 gemauerten, alten Brunnenstuben sind als einmaliges Kulturgut heute aber vergessen. Diese Quellen sind Zeugen einer Kultur des Lebens und der Lebensformen. Das Projekt integriert mit diesem Ansatz elementare ökologische Güter wie das Wasser und seine Bauten in den bestehenden «Kulturgüterschutz».

 

Weg zu echter Nachhaltigkeit

Durch die interdisziplinäre Betrachtung sollen die Binninger Quellen real aufgewertet und visuell wie ideell ins Alltagsleben und ins Bewusstsein zurückgeholt werden. Das Projekt schafft die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser, indem ausgewählte Quellen als Kulturgüter erhalten und die weitgehend unbekannten Quell-Lebensräume aufgewertet werden.